Spinnenbisse
Wenn wir jetzt über Spinnenbisse sprechen, bzw. über deren Folgen, sind in erster Linie nicht die Bisse von exotischen Spinnen gemeint. Vielmehr ist die Rede von unseren heimischen Spinnenarten. Was einen Biss durch eine exotische Spinnenart nicht ausschließt, denn diese werden zum Beispiel regelmäßig als netter Anhang in Obstkisten importiert.
Nachdem ich verstanden habe, welche schlimmen Folgen ein Spinnenbiss nach sich ziehen kann und welche chronischen Krankheitsprozesse ausgelöst werden können, gehöre ich nicht mehr zu den Menschen, die eine Spinne aus der Wohnung tragen, damit sie weiterleben kann. Und wenn ich mich in diesem Fall gegen unser Öko-System richte, kann ich gut damit leben.
Obwohl den meisten heimischen Spinnenarten keine Gesundheitsgefährdung nachgesagt wird, sind sie dennoch in der Lage erhebliche Krankheitszeichen auszulösen. Die meisten Menschen assoziieren mit einem Spinnenbiss ähnliche Symptomatiken, wie bei einem Schlangenbiss. Dies trifft ausschließlich auf wenige exotische Arten, wie zum Beispiel die Schwarze Witwe (Latrodectus mactans), die australische Rotrückenspinne (Latrodectus hasselti) zu und ist hier in Deutschland nicht die Regel. Vielmehr maskieren sich gerade die unbemerkten Bisse und zeigen eine Symptomatik, die in keinster Weise an einen Spinnenbiss erinnert. Somit möchte ich der überall im Internet zu findenden Harmlosigkeit der Bisse durch einheimische Spinnenarten deutlich widersprechen.
Oder würden Sie Beschwerden wie Ängste, Engegefühl im Brustkorb, Herzschmerzen, Nervenentzündungen, Hautauschläge (man meint, es handelt sich um eine Schuppenflechte), Kältegefühl (inneres Frieren) und so weiter mit einem Biss in Verbindung bringen? Also gilt es, bei entsprechenden Symptomen an die Möglichkeit eines Spinnenbisses zu denken.
Oftmals wird der Biss einer Spinne nicht bemerkt und so fehlt diese Angabe bei der Befragung des Patienten. Hier muss auch der Grundsatz berücksichtigt werden, das Spinnen in der Regel nur einmal beißen. Sollten mehrere Bissstellen vorhanden sein, ist es eher unwahrscheinlich, dass diese durch eine Spinne verursacht worden sind. Differentialdiagnostisch ist auch an eine MRSA-Infektion zu denken.

Bei dieser jungen Patientin war es offensichtlich, wer da zugebissen hat. Die Bißstelle lag im linken Wadenbereich.
Schulmedizinisch gibt es keine ursächlichen Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Beschwerden durch einen Spinnenbiss. In der Praxis behandeln wir die Bissfolgen mit Nosoden.

Auf dem Bild links sehen Sie ein wunderschönes Exemplar der Gattung Aranea ixobola. Dieses Foto enstand in unserem Garten. Es handelt sich um eine netzwebende Spinne deren Ursprung in Amerika liegt. Der Spinnenkörper "unserer Spinne" hatte einen ungefähren Durchmesser von 5 bis 6 cm. Die Qualität könnte sicherlich besser sein, das Bild wurde mit einer Handy-Kamera erstellt. Ich bitte um Nachsicht.
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